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Auf ein Neues …
Mit unserem ersten Newsletter 2025 wollen wir Ihnen ein wenig Inspiration und Seelennahrung für das neue Jahr mitgeben – auch wenn sich nach dem ersten vollendeten Monat vermutlich vieles schon wieder recht altbekannt anfühlt. Sie finden Berichte über vergangene Veranstaltungen, Ausblicke auf das, was vor uns liegt und natürlich am Ende einige ausgewählte Veranstaltungstipps.
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In Deutschland stehen wir in den nächsten Wochen vor weitreichenden Wahlentscheidungen. Wir als GCL (und ZdK-Mitglied) unterstützen die Aktion "Wir reden mit" des ZdK (https://www.zdk.de/wirredenmit) und wollen Sie ermutigen, nicht nur selbst wählen zu gehen, sondern auch mit Mitmenschen, Kolleg:innen am Arbeitsplatz, Freund:innen … ins Gespräch zu kommen. Unter der Überschrift „Menschenwürde. Zusammenhalt. Zukunftsfähigkeit“ werden die politischen Erwartungen des ZdK im Wahljahr 2025 zusammengefasst. Übersichtlich auf vier Seiten werden die Punkte, die sich aus den Beschlüssen des ZdK ergeben und die im Vorfeld mit den ZdK-Mitgliedern abgestimmt wurden, präsentiert. Diese Übersicht eignet sich auch gut für das Gespräch mit Parteienvertretern jetzt im Wahlkampf. (PDF hier herunterladen)
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Dafür zu sorgen, dass wir als Gesellschaft miteinander im Gespräch bleiben, alle miteinander, das ist vielleicht der wertvollste Beitrag, den wir als Christ:innen in diesen Zeiten leisten können. Abgesehen von Glaube, Hoffnung und Liebe …
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In diesem Sinn hoffen wir gemeinsam auf ein gutes Neues!
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Wie sollte ich dich nicht lieben?
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Der hl. Ignatius von Loyola spricht von der „Betrachtung, um Liebe zu erlangen“. Dazu gehört auch das „Schauen, wie Gott in den Geschöpfen wohnt“
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Wie sollte ich dich nicht lieben, du Gott, der alles gemacht hat?
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Wenn ich die Schönheit der Erde sehe - Wenn ich den Geschmack der Früchte der Erde verkoste - Wenn ich die Stimme der Menschen höre, die ich liebe - Wenn ich dich rieche im Duft von Blumen und Kräutern - Und wenn ich deine Gegenwart in mir verspüre -
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Wie könnte ich dich nicht lieben?
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Indem ich meine Kraft und alle meine Gaben einsetze für die Bewahrung der Schöpfung - Indem ich deinen Geschöpfen liebevoll und aufmerksam begegne - Indem ich mein Herz öffne für die Menschen - Indem ich dich preise und dir danke.
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Foto und Text: Ruth Helfrich, GCL Bamberg-Eichstätt
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Bibliodrama – sich mitten ins Geschehen stellen
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Bibliodrama – Teilnehmer:innen stellen sich in das Geschehen (hier am Beispiel Pfingsten) hinein.
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In Exerzitien oder als geistliche Elemente bei Begegnungen kann es sein, dass GCLer:innen, die dafür eigens ausgebildet sind, auch eine besondere Form der Schriftbetrachtung anbieten: das Bibliodrama.
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Dieses biblische Rollenspiel könnte man als eine Möglichkeit der Intensivierung der ignatianischen Form der Schriftbetrachtung ansehen. Ignatius lädt ein, sich den Schauplatz der biblischen Szene innerlich vorzustellen: Wie sieht es dort aus? Welche Personen kommen in der Szene vor? Was denken, was sprechen sie? Wo würde ich mich sehen? Das Bibliodrama, erklärt es Jana Skiba, Sprecherin der GCL-Diözesangemeinschaft Passau und Exerzitienbegleiterin, die zusätzlich eine Bibliodrama-Ausbildung gemacht hat, geht da weiter: „Ich bin persönlich drin in einer Rolle in dieser biblischen Szene. Da kann unendlich viel passieren!“ Jana Skiba nennt als Beispiel ein Bibliodrama, bei dem sich die Teilnehmer:innen in die Szene des Pfingstereignisses hineingestellt haben – die einen ins Haus, während sie das Getöse des Sturms draußen hörten, die anderen zu denen, die hinausgegangen sind in die Straßen Jerusalems. Beim Spiel werden von der Leitung zunächst Interviews mit den Teilnehmenden gemacht, die zur Vertiefung in die Rolle führen sollen. Im „Spiel“ sind dann Bewegungen der Teilnehmenden aufeinander zu und Gespräche unter den Spielenden möglich. Die Leitung verlangsamt oder fragt nach und hilft so, ohne die Richtung des Spiels zu beeinflussen. In der Auswertung am Ende oder, wenn das Bibliodrama im Rahmen von Exerzitien stattfindet, im Gespräch mit der Geistlichen Begleitung kann das, was das Spiel an Erkenntnis oder Erfahrung ausgelöst hat, angeschaut und vertieft werden.
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Wer ein Bibliodrama anleitet, muss mit dieser Form sorgsam und qualifiziert umgehen. Wenn das Bibliodrama oder auch einzelne Elemente daraus bei GCL-Besinnungstagen o.ä. angeboten werden, können Sie davon ausgehen, dass eine entsprechende Qualifizierung vorliegt. Dieses angeleitete Rollenspiel kann auf jeden Fall eine Chance sein, sich vertieft und intensiv von der biblischen Botschaft ansprechen zu lassen.
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Eine ökologische Spiritualität leben
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Die Natur als beseelt annehmen. Foto: Gerlinde Knoller
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Wie kann angesichts der ökologischen Krise, dem Klimawandel und seinen weitreichenden Folgen eine Weise der „ökologischen Spiritualität“ gelebt werden? Mit einer Frage wie dieser beschäftigt sich u.a. die GCL-Arbeitsgruppe für Sozialökologische Transformation.
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Bei einem Treffen der Arbeitsgruppe gab Marielle Mathee - sie ist im Ecology Network der CLC-World (die internationale GCL) – Impulse, wie in der ökologischen Krise christliche Hoffnung geschöpft werden könne. Ruth Helfrich, GCLerin aus dem Bistum Eichstätt und Mitglied dieser Arbeitsgruppe, zeigt einige Spuren auf:
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An mehreren Stellen in seinem Exerzitienbuch spricht der heilige Ignatius über die Schöpfung. So empfiehlt er in der „Betrachtung, um Liebe zu erlangen“, davon, zu „schauen, wie Gott in den Geschöpfen wohnt: in den Elementen, indem er Sein gibt; in den Pflanzen, indem er belebt; in den Tieren, indem er wahrnehmen macht; in den Menschen, indem er Verstehen gibt … Deutlich wird darin, so Ruth Helfrich, die „Verflochtenheit des Menschen in der Natur“. Eine ökologische Spiritualität kann heißen:
Als Natur leben: die Natur – die Pflanzen, die Tiere, das Klima etc - als „beseelt“ annehmen und damit in Beziehung und Kommunikation treten.
Mit der Natur leben: Sensibel auf die Natur achten – auch mit ihr leiden und suchen, das Seine zu tun.
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In der Natur leben. Der Mensch ist eng mit der Natur verflochten – geht es der Natur schlecht, geht es auch dem Menschen schlecht. Sich bewusst werden: Der Mensch ist Teil der Schöpfung, er kann sich nicht aus der Verantwortung rausnehmen.
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Von der Natur leben. Wir Menschen leben in der Natur, profitieren auch von ihr. Sie schenkt, was wir zum Leben brauchen – Wasser, Nahrung etc. Eine ökologische Spiritualität geht dankbar und sorgfältig mit den Ressourcen um.
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Unsere Online-Abendreihe geht weiter!
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Welche Impulse kann die ignatianische Spiritualität unserer Welt von heute geben? Etwa in Gesellschaft und Politik – aber auch für das eigene geistliche Leben.
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Das beliebte Format der Online-Abendreihe, die die GCL-Nationalgemeinschaft anbietet, verspricht auch in diesem Jahr 2025 interessante Themen. Die Abende dauern jeweils von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr auf der Plattform Zoom.
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Das Senfkorn nicht unterschätzen – als Christ in der Politik. Michael Stöhr, GCL München
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„durch.gehend.hoffen. – Impulse der Kongregation der Helferinnen zum Umgang mit Krisen und Übergangssituationen“. Sr. Dorothea Gnau und Sr. Stefanie Strobel, Gemeinschaft der Helferinnen, München
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Informationen zu weiteren Abenden folgen ab April. Anmeldung und Link: kurse@gcl.de
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In eine neue innere Freiheit
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„Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ – Rainer Maria Rilke
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„Älter werden – geistlich wachsen“ – so heißt ein Angebot des Bistums Passau in Zusammenarbeit mit der GCL-Passau. In zwei Tagen wird Gelegenheit gegeben, die Aufmerksamkeit auf die geistliche Seite des Älterwerdens zu lenken. Das Angebot findet inzwischen zum vierten Mal im Bistum statt. Referentin ist Theresia Glück, Mitglied der GCL Passau und Geistliche Begleiterin. Ein Gespräch mit ihr:
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Jeder von uns wird älter. Wie kann ich mit der Angst vor dem Älterwerden umgehen?
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Theresia Glück: Dazu hilft eine Übung – vor allem für Menschen, die sich gerade in einer Übergangssituation (etwa den Eintritt in den Ruhestand) oder an einem Neuanfang befinden. Eine erste Frage an mich selbst kann sein: Was brauche ich nicht mehr? Das können materielle Dinge sein, aber auch Termine (Pflichttermine) in meinem Kalender, die mich nicht mehr freuen. Ganz praktisch, bietet es sich an, sich einmal in der Wohnung umzuschauen, Dinge wegzuräumen, um wieder Luft und Platz zu schaffen. Eine zweite Frage kann sein: Was will ich noch? Vielleicht bin ich offen für etwas Neues, möchte Zeit haben für Menschen, eine Reise machen, etwas tun, bei dem es mir gut geht? In einem dritten Schritt kann ich mich fragen: Was geht erst jetzt? (anstelle darüber zu jammern, was alles nicht mehr geht). Zum Beispiel: Ich darf jetzt Nein sagen, ich darf mir so viel Zeit nehmen, wie ich will, ich darf auch nichts tun, ich kann spontane Entscheidungen treffen, auch mal ungeplant in den Tag hinein leben.
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Welche geistlichen Chancen liegen im Älter werden? Theresia Glück: Betrachten wir unser Leben als einen Bogen, mit seinem Höhepunkt in der Mitte des Lebens, dann führt dieser Bogen natürlich nach dieser Mitte wieder abwärts – was uns aber nicht entmutigen soll. Im Gegenteil. In diese Bewegung hinein kann eine andere Dynamik führen – eine Dynamik, die in neue Richtungen weist: in die Richtung einer neuen inneren Freiheit. Ich muss meinen Selbstwert nicht mehr an Erfolgen oder Leistungen messen, muss mich nicht definieren über Äußerlichkeiten. Mit dieser inneren Freiheit fällt es mir vielleicht auch leichter, mit den körperlichen Einschränkungen umzugehen, die mit dem Älterwerden zwangsläufig kommen.
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Welche Haltungen können helfen, das Älterwerden positiv anzunehmen? Theresia Glück: Vor allem vertrauen, loslassen können; meinen Selbstwert nicht davon abhängig machen, ob und was ich leiste. Sich bewusst werden: Ich bin anerkannt, nicht, weil ich dies oder das tue, und dabei auch dankbar auf das schauen und verwirklichen: Was ist meines, wo liegen meine Neigungen und Fähigkeiten, von denen ich bisher wenig Gebrauch machen konnte, die ich aber jetzt einsetzen könnte? Und für Gott? Für Ihn brauche ich mich nicht aufarbeiten (das hat mal Elmar Gruber so ähnlich gesagt).
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Und wann fange ich mit all dem an? Theresia Glück: Auf jeden Fall nicht erst, wenn die Einschränkungen so groß sind, dass es schwer fällt. Auch die Kunst des Älterwerdens braucht Einüben.
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Interview: Gerlinde Knoller
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Europäischer Consulting-Prozess
Die Schätze der anderen
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Schätze sind nicht nur zum Sammeln und Bewahren da – sondern auch zum Zeigen. In diesem Sinne hat das Euroteam der CLC (die internationale Bezeichnung für die GCL) jetzt einen so genannten Consultation Process unternommen, was nichts anderes heißt: An vier Samstagen hat sich das Euroteam jeweils mit Vertreter:innen aus den insgesamt 22 europäischen CLC-Nationalgemeinschaften zur Videokonferenz getroffen, um voneinander zu hören, mit welchen Schätzen, Themen und Herausforderungen die jeweiligen Gemeinschaften derzeit unterwegs sind. Hintergrund dieser Treffen war, dass sich bei der jüngsten Europäischen Versammlung in Malta deutlich die Verschiedenheiten der Gemeinschaften, aber auch das, was sie untereinander verbindet – vor allem die ignatianische Spiritualität – zeigte.
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„Begegnung. Begegnung. Begegnung“ – auf diese Kurzformel, die jedoch alles sagt, bringt Angelika Scholz, Koordinatorin des CLC-Euroteams, diese Treffen. Auf einer virtuellen Pinwand wurden, zugeordnet zu den jeweiligen Ländern, die besonderen Schätze hervorgehoben, etwa „die wunderbaren Leute, die sich mit ihren Fähigkeiten in die Gemeinschaften einbringen“, oder wie Themen wie Diversität, Migration, Ökologie und auch Ökumene gelebt werden. „Da ist eine unglaubliche Kreativität da“, bemerkt Angelika Scholz. Und welche Rolle spielt bei solchen Fragen die gemeinsame ignatianische Spiritualität? „Sie gibt Hilfestellung zur geistlichen Unterscheidung und regt an, den Alltag und die Wirklichkeit, wie sie ist, anzuschauen, zu reflektieren und daraus zu handeln."
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mehr vom Leben
Abendreihe für junge Leute
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Die Abendreihe "mehr vom Leben", ein Angebot für junge Leute, wurde im vergangenen Jahr in München, Braunschweig und Bielefeld angeboten, aktuell läuft sie in Leipzig. Es geht an den Abenden um Fragen, wie gute Entscheidungen getroffen werden oder ob die Bibel auch für die Fragen junger Menschen noch zeitgemäß sein kann. Michaela Mürter (34, Foto) war in München mit dabei:
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„Es war eine tolle Erfahrung, mich mit anderen jungen Menschen über unseren gemeinsamen Glauben auszutauschen und dabei neue Perspektiven zu gewinnen. Die vielen, überraschenden und kreativen Zugänge zur ignatianischen Spiritualität waren dabei immer der Ausgangspunkt. Mich hat das sehr bestärkt, meinem eigenen Weg im Glauben weiter nachzuspüren. Der ansprechende Rahmen der Abendreihe hat mich überzeugt, dass dies besonders in Gemeinschaft gelingen kann.“
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Die Abendreihe wird auch in diesem Jahr an unterschiedlichen Orten weitergeführt. Weitere Infos unter: mehrvomleben.gcl.de
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Online-Abendreihe "Ingatianisch leben heute"
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Michael Stöhr (GCL München) referiert über die Erfahrung als Christ in der aktiven Politik.
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12. Februar 2025 19:30 – ca. 21:30 Uhr
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Karwoche gemeinsam + geistlich + praktisch
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für junge Leute bis 35 Jahre
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Exerzitien im Alltag (Online) in der Fastenzeit
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Informations- und Einführungsabend
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Dienstag, 25. Februar oder Donnerstag, 27. Februar 19.30 – 21.30 Uhr
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Die Gruppenabende sind jeweils dienstags oder donnerstags ab dem 4./6. März 2025
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Pilgern für Männer auf dem Camino Ignaciano (Spanien)
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Tägliche Impulse, geistliche Begleitung unterwegs, Morgen- und Abendgebet und Gottesdienste
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Von Loyola nach Calahorra
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